Laut der Begleiterhebung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) entfallen 76,4 % aller dokumentierten Cannabis-Verordnungen auf die Patientengruppe mit chronischen Schmerzen, worunter auch Nervenschmerzen fallen. Die wissenschaftliche Evidenz wächst, dass medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen für einen Teil der Betroffenen eine wirksame Therapieoption sein kann – insbesondere dann, wenn herkömmliche Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigen oder nicht vertragen werden.
Sowohl Cannabisblüten als auch Cannabisextrakte wurden in den vergangenen Jahren in mehreren klinischen Studien untersucht und konnten bei einem Teil der Patienten Schmerzen und Begleitsymptome deutlich lindern. Damit stellt sich nicht nur die Frage, ob Cannabis bei Nervenschmerzen hilft, sondern auch, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse den verschiedenen Cannabisarzneimitteln zugrunde liegen.
Dieser Artikel liefert Hintergrundwissen, fasst den aktuellen Forschungsstand und die neue Gesetzeslage in Deutschland zusammen. Er ordnet die wichtigsten Studien verständlich ein und erklärt, für welche Patienten eine Cannabistherapie bei Nervenschmerzen infrage kommen kann.
Was sind Nervenschmerzen?
Nervenschmerzen – medizinisch neuropathische Schmerzen – entstehen durch eine Schädigung oder Fehlfunktion des Nervensystems. Anders als klassische Schmerzen werden sie nicht durch eine Verletzung des Gewebes ausgelöst, sondern durch fehlgeleitete Schmerzsignale der Nerven selbst. Häufig berichten Betroffene über:
- Brennende oder stechende Schmerzen
- Kribbeln und Taubheitsgefühle
- Stromschlagartige Schmerzattacken
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen oder Kälte
Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Diabetes mellitus (diabetische Polyneuropathie)
- Bandscheibenvorfälle
- Multiple Sklerose
- Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie)
- Nervenschäden nach Verletzungen oder Operationen
- Chemotherapiebedingte Polyneuropathien
Chronische Nervenschmerzen schränken den Alltag vieler Betroffenen erheblich ein und lassen sich häufig nur schwer kontrollieren. Deshalb wird seit Jahren intensiv erforscht, welche Rolle Cannabis gegen Nervenschmerzen im Rahmen moderner Therapiekonzepte spielen kann.
Warum sind Nervenschmerzen oft schwer behandelbar?
Die Behandlung neuropathischer Schmerzen unterscheidet sich grundlegend von der Behandlung klassischer Schmerzformen. Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol erzielen häufig nur eine geringe Wirkung. Stattdessen kommen meist Antidepressiva, Antikonvulsiva oder – in bestimmten Fällen – Opioide zum Einsatz. Doch auch diese Medikamente lindern die Beschwerden nicht bei allen Erkrankten und können mit teils erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein. Aus diesem Grund empfehlen nationale und internationale Leitlinien eine Cannabistherapie als mögliche Behandlungsoption, wenn etablierte Therapien ausgeschöpft sind oder nicht vertragen werden. Ob medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt jedoch immer von der individuellen Situation und der zugrunde liegenden Erkrankung ab.
Gut zu wissen:
Wie wirkt medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen?
Medizinisches Cannabis enthält verschiedene Cannabinoide, allen voran THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Diese wirken über das körpereigene Endocannabinoidsystem, das unter anderem an der Verarbeitung von Schmerzreizen beteiligt ist.
Mögliche Effekte?
Hemmung der Weiterleitung von Schmerzsignalen Verringerung der Schmerzwahrnehmung Linderung von Muskelverspannungen Verbesserung des Schlafs Steigerung der Lebensqualität bei chronischen Schmerzen
Wichtig: Die Wirkung fällt individuell unterschiedlich aus und hängt unter anderem von der Grunderkrankung, der Dosierung sowie dem Verhältnis von THC und CBD ab.
Wie ist die Studienlage zu Cannabis bei Nervenschmerzen?
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Cannabisarzneimittel bei neuropathischen Schmerzen untersucht – von medizinischen Cannabisblüten über standardisierte Cannabisextrakte bis hin zu THC- und CBD-haltigen Präparaten. Die Studien unterscheiden sich zwar hinsichtlich Teilnehmerzahl, Darreichungsform und Studiendesign, kommen jedoch häufig zu ähnlichen Ergebnissen: Ein Teil der Patienten berichtet über eine deutliche Schmerzlinderung, insbesondere wenn bisherige Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben.
Cannabisblüten: Positive Ergebnisse bereits bei niedrigen THC-Dosierungen
1Zu den ersten klinischen Studien zählt die 2008 veröffentlichte Untersuchung von Wilsey et al. In der randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Cross-over-Studie mit 38 Patienten führte sowohl Cannabis mit 3,5 % THC als auch mit 7 % THC zu einer signifikanten Schmerzlinderung gegenüber Placebo. Gleichzeitig verbesserten sich typische Beschwerden neuropathischer Schmerzen, darunter brennende, stechende und tief sitzende Schmerzen. Besonders interessant: Bereits die niedrigere THC-Dosis erzielte einen vergleichbaren Behandlungserfolg wie die höhere Konzentration.
Fünf Jahre später bestätigte dieselbe Forschungsgruppe diese Ergebnisse. In der 2013 veröffentlichten Studie2 erhielten 39 Patienten mit therapieresistenten neuropathischen Schmerzen verdampftes Cannabis mit 1,29 % oder 3,53 % THC beziehungsweise ein Placebo. Eine klinisch relevante Schmerzreduktion von mindestens 30 % erreichten 57 % beziehungsweise 61 % der Patienten unter Cannabis – im Vergleich zu 26 % unter Placebo. Auch hier erwiesen sich beide THC-Dosierungen als ähnlich wirksam.
Fazit der Studien: Bereits niedrig dosiertes inhalatives Cannabis kann neuropathische Schmerzen bei einem Teil der Patienten wirksam lindern.
Cannabisextrakte: Die bislang größte klinische Studie
Während sich frühe Untersuchungen vor allem auf Cannabisblüten konzentrierten, rückten später standardisierte Cannabisextrakte in den Mittelpunkt der Forschung. Die bislang größte Studie stammt von Karst et al. und wurde 20253 im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht. Insgesamt nahmen 820 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen teil, darunter 180 Patienten mit einer nachgewiesenen neuropathischen Schmerzkomponente. Gerade diese Patientengruppe profitierte besonders deutlich von dem untersuchten Vollspektrum-Extrakt: Neuropathische Schmerzsymptome gingen signifikant stärker zurück als unter Placebo. Gleichzeitig besserten sich typische Beschwerden wie brennende, tief sitzende oder durch Berührung ausgelöste Nervenschmerzen sowie Missempfindungen.
Auch für Nabiximols, ein standardisiertes THC/CBD-Mundspray, liegen positive Studiendaten vor. Lynch et al. untersuchten 20144 insgesamt 18 Patienten mit chemotherapiebedingten neuropathischen Schmerzen. Rund ein Drittel der Teilnehmer erreichte eine klinisch relevante Schmerzreduktion von mindestens zwei Punkten auf der Schmerzskala. Bei diesen Patienten nahm die Schmerzintensität durchschnittlich um 2,6 Punkte ab, unter Placebo dagegen lediglich um 0,6 Punkte.
Fazit der Studien: Standardisierte Cannabisextrakte gehören heute zu den am besten untersuchten Cannabisarzneimitteln bei neuropathischen Schmerzen und zeigen insbesondere bei ausgewählten Patienten vielversprechende Ergebnisse.
CBD und orale Cannabinoide: Nicht jede Studie kommt zum gleichen Ergebnis
Neben THC-haltigen Cannabisarzneimitteln wurde auch der therapeutische Nutzen von CBD untersucht. Xu et al. veröffentlichten 2020 eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie5 mit 29 Patienten zu einem CBD-haltigen Öl bei peripheren Nervenschmerzen. Bereits nach vier Wochen gingen die allgemeine Schmerzintensität sowie typische Beschwerden wie stechende Nervenschmerzen, Kälteempfindlichkeit und neuropathischer Juckreiz deutlich zurück. Gleichzeitig wurde das Präparat sehr gut vertragen, relevante Nebenwirkungen traten nicht auf.
Nicht alle Studien konnten diese Ergebnisse jedoch bestätigen. Zubcevic et al. verglichen 2023 in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie6 THC, CBD sowie eine Kombination beider Cannabinoide bei 115 Patienten mit peripheren neuropathischen Schmerzen. Einzelne Patienten – insbesondere unter der THC/CBD-Kombination – berichteten zwar über deutliche Verbesserungen, insgesamt erreichte die Behandlung jedoch keinen statistisch ausschlaggebenden Vorteil gegenüber Placebo. Gleichzeitig zeigte die Studie, dass die orale Behandlung gut verträglich war und weder die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigte noch bestehende Angst- oder Depressionssymptome verschlechterte.
Fazit der Studien: CBD und orale Cannabinoide zeigen therapeutisches Potenzial. Die bisherigen Ergebnisse fallen jedoch weniger eindeutig aus als bei inhalativen Cannabisblüten oder standardisierten Cannabisextrakten.
Synthetische Cannabinoide liefern zusätzliche Hinweise
Nicht alle untersuchten Cannabinoide stammen direkt aus der Cannabispflanze. Turcotte et al. untersuchten 2015 den synthetisch hergestellten THC-ähnlichen Wirkstoff Nabilon als Ergänzung zu Gabapentin7 bei 15 Patienten mit Multipler Sklerose und neuropathischen Schmerzen. Die Kombination führte zu einer eindeutig stärkeren Schmerzlinderung als Placebo, zudem berichteten alle behandelten Patienten über eine Verbesserung ihrer Beschwerden.
Die Ergebnisse lassen sich allerdings nur eingeschränkt auf medizinisches Cannabis übertragen. Nabilon ist ein synthetisches Cannabinoid und unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung von Cannabisblüten oder Cannabisextrakten.
Was sagen Übersichtsarbeiten?
Einzelne Studien liefern wichtige Erkenntnisse. Noch aussagekräftiger sind jedoch systematische Übersichtsarbeiten, in denen die Ergebnisse vieler Studien gemeinsam ausgewertet werden.
Die bislang umfassendste Analyse stammt aus der Cochrane-Übersichtsarbeit von Ateş et al., die 2026 veröffentlicht wurde8. Darin wurden 21 randomisierte Studien mit insgesamt 2.187 Patienten ausgewertet. Die Autoren fanden Hinweise darauf, dass THC/CBD-haltige Cannabisarzneimittel bei einem Teil der Patienten Schmerzen lindern und die subjektive Behandlungserfahrung verbessern können. Gleichzeitig bewerteten sie die Qualität der verfügbaren Evidenz insgesamt als niedrig bis sehr niedrig. Gründe dafür sind unter anderem kleine Teilnehmerzahlen, unterschiedliche Studiendesigns und verschiedene Cannabispräparate.
Einordnung
Die Gesamtheit der Studien spricht dafür, dass medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen für ausgewählte Patienten eine wirksame Therapieoption sein kann. Gleichzeitig besteht weiterer Forschungsbedarf, um den Nutzen einzelner Cannabisarzneimittel noch genauer zu bewerten und die Therapie künftig gezielter auf verschiedene Patientengruppen abzustimmen.
Für wen kommt medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen infrage?
Medizinisches Cannabis gilt bei neuropathischen Schmerzen in der Regel nicht als Therapie der ersten Wahl. Leitlinien empfehlen den Einsatz vor allem dann, wenn etablierte Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigen oder aufgrund von Nebenwirkungen nicht weitergeführt werden können. Welche Cannabistherapie geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Studien zeigen vielmehr, dass unterschiedliche Cannabisarzneimittel – von Cannabisblüten über Cannabisextrakte bis hin zu THC/CBD-Kombinationspräparaten – je nach Krankheitsbild und Patient unterschiedlich gut und individuell, aber definitiv wirken können. Deshalb sollten Präparat, Dosierung und Darreichungsform immer individuell ärztlich festgelegt und regelmäßig überprüft werden.
Die Relevanz des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzs für Cannabispatienten
Die Bundesregierung hat am 10. Juli 2026 das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen, um die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu begrenzen. Bislang konnten gesetzlich Versicherte unter den Voraussetzungen des § 31 Abs. 6 SGB V sowohl medizinische Cannabisblüten als auch Cannabisextrakte und Dronabinol mittels Antragsverfahren zulasten der GKV erhalten, sofern die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt waren. Mit dem neuen Gesetz werden diese Erstattungsmöglichkeiten nun deutlich eingeschränkt. Bereits der ursprüngliche Gesetzentwurf sah vor, die Kostenübernahme für medizinische Cannabisblüten zu begrenzen. Im parlamentarischen Verfahren wurde die Regelung nochmals verschärft: Künftig dürfen auch Cannabisextrakte und Dronabinol grundsätzlich erst zulasten der GKV verordnet werden, wenn zuvor ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel erfolgt ist.
Wichtig ist jedoch: Ärzte können medizinisches Cannabis weiterhin verordnen. Ändern wird sich vor allem die Kostenübernahme durch die GKV – ist diese nicht gegeben, kann die Behandlung weiterhin auf Privatrezept erfolgen.
Fazit
Die aktuelle Studienlage zeigt, dass medizinisches Cannabis für einen Teil der Menschen mit neuropathischen Schmerzen eine wirksame Therapieoption sein kann – insbesondere dann, wenn herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend helfen oder nicht vertragen werden. Gleichzeitig entsteht ein bemerkenswerter Widerspruch: Während klinische Studien den potenziellen Nutzen von Cannabis bei Nervenschmerzen zunehmend belegen, entfällt für viele gesetzlich Versicherte künftig die Kostenübernahme für medizinische Cannabisblüten. Damit könnte ausgerechnet eine Therapie schwerer zugänglich werden, die für einige Betroffene eine spürbare Linderung der Beschwerden ermöglichen kann.
Medizinisches Cannabis ist zwar kein Allheilmittel, kann nach sorgfältiger ärztlicher Prüfung jedoch eine sinnvolle Behandlungsoption sein – vorausgesetzt, der Zugang scheitert nicht an den Kosten.
FAQ
Ja, mehrere klinische Studien zeigen, dass medizinisches Cannabis bei Nervenschmerzen für einen Teil der Patienten Schmerzen lindern kann. Besonders Menschen mit chronischen oder therapieresistenten neuropathischen Schmerzen profitieren in einigen Studien von einer spürbaren Schmerzreduktion. Die Wirkung fällt jedoch individuell unterschiedlich aus und ersetzt etablierte Therapien nicht.
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Studien zeigen positive Ergebnisse sowohl für medizinische Cannabisblüten als auch für Cannabisextrakte und THC/CBD-haltige Arzneimittel. Welche Cannabistherapie geeignet ist, richtet sich nach der Grunderkrankung, den Beschwerden und den individuellen Therapiezielen.
Ja. Ärztlich verordnete Cannabisextrakte – häufig auch als Cannabis-Tropfen bezeichnet – gehören zu den am besten untersuchten Darreichungsformen. Mehrere Studien zeigen, dass sie neuropathische Schmerzen bei einem Teil der Patienten wirksam lindern können.
Die bisherige Studienlage deutet darauf hin, dass CBD bestimmte neuropathische Beschwerden lindern kann. Die wissenschaftliche Evidenz ist für CBD allein jedoch bislang geringer als für THC-haltige oder kombinierte THC/CBD-Präparate. Weitere Studien sind erforderlich.
Ja, je nach Ursache der Polyneuropathie kann medizinisches Cannabis eine Behandlungsoption sein. Klinische Studien untersuchten unter anderem Patienten mit diabetischer Polyneuropathie, chemotherapiebedingten Nervenschäden und anderen Formen neuropathischer Schmerzen. Ob eine Therapie sinnvoll ist, sollte immer individuell ärztlich beurteilt werden.
Unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzliche Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis übernehmen. Allerdings sieht das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Änderungen bei der Erstattung von Cannabisarzneimitteln vor (Stand Juni 2026). Wie die endgültige Regelung aussehen wird, entscheidet das laufende Gesetzgebungsverfahren.
- Wilsey BL, Marcotte T, Tsodikov A, Millman J, Bentley H, Gouaux B, Fishman S. A Randomized, Placebo-Controlled, Crossover Trial of Cannabis Cigarettes in Neuropathic Pain. The Journal of Pain. 2008;9(6):506–521. doi:10.1016/j.jpain.2007.12.010. ↩︎
- Wilsey B, Marcotte T, Deutsch R, Gouaux B, Sakai S, Donaghe H. Low-Dose Vaporized Cannabis Significantly Improves Neuropathic Pain. The Journal of Pain. 2013;14(2):136–148. doi:10.1016/j.jpain.2012.10.009. ↩︎
- Karst M, Meissner W, Sator S, Keßler J, Schoder V, Häuser W. Full-spectrum extract from Cannabis sativa DKJ127 for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial. Nature Medicine. 2025;31(12):4189–4196. doi:10.1038/s41591-025-03977-0. ↩︎
- Lynch ME, Cesar-Rittenberg P, Hohmann AG. A Double-Blind, Placebo-Controlled, Crossover Pilot Trial With Extension Using an Oral Mucosal Cannabinoid Extract for Treatment of Chemotherapy-Induced Neuropathic Pain. J Pain Symptom Manage. 2014;47(1):166–173. doi:10.1016/j.jpainsymman.2013.02.018. ↩︎
- Xu DH, Cullen BD, Tang M, Fang Y. The Effectiveness of Topical Cannabidiol Oil in Symptomatic Relief of Peripheral Neuropathy of the Lower Extremities. Current Pharmaceutical Biotechnology. 2020;21(5):390–402. doi: 10.2174/1389201020666191202111534. ↩︎
- Zubcevic K, Petersen M, Bach FW, Heinesen A, Enggaard TP, Almdal TP, Holbech JV, Vase L, Jensen TS, Finnerup NB, Sindrup SH. Oral capsules of tetra-hydro-cannabinol (THC), cannabidiol (CBD) and their combination in peripheral neuropathic pain treatment. European Journal of Pain. 2023;27(4):492–506. doi:10.1002/ejp.2072. ↩︎
- Turcotte D, Doupe M, Torabi M, Gomori A, Ethans K, Esfahani F, et al. Nabilone as an Adjunctive to Gabapentin for Multiple Sclerosis-Induced Neuropathic Pain: A Randomized Controlled Trial. Pain Medicine. 2015;16(1):149–159. doi:10.1111/pme.12612. ↩︎
- Ateş G, Welsch P, Klose P, Phillips T, Lambers B, Häuser W, Radbruch L. Cannabis‐based medicines for chronic neuropathic pain in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2026;1. doi:10.1002/14651858.CD012182.pub3. ↩︎